Umfrage ergibt: Überwältigende Mehrheiten für mehr Personal und längere Öffnungszeiten in Kitas

Veröffentlicht am 05.01.2016 in Familie

SPD-Fraktionschef Rinderspacher und Familienpolitikerin Rauscher: CSU macht Familienpolitik an den Bedürfnissen vorbei

Die Menschen in Bayern sehen erheblichen Verbesserungsbedarf in der Familienpolitik und insbesondere bei der Kinderbetreuung. Wie eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest im Auftrag der SPD-Landtagsfraktion ergab, halten 90 Prozent der Bayern eine Verbesserung der Betreuungsqualität durch mehr Personal für wichtig. Ein zuverlässigeres Angebot in den Ferien sowie am frühen Morgen und am Abend ist für 73 Prozent wichtig.

SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher kritisiert: „Mit dem teuren Betreuungsgeld macht die CSU Familienpolitik an den Bedürfnissen der Familien vorbei. Mit der 1 Milliarde Euro, die dafür im Freistaat bis 2021 ausgegeben werden soll, ließen sich längere Öffnungszeiten in allen bayerischen Kitas komplett finanzieren. Hier wäre das Geld sehr viel sinnvoller eingesetzt.“

Die familienpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Doris Rauscher, verwies darauf, dass nur 1,2 Prozent der Kitas in Bayern länger als bis 18.00 Uhr geöffnet sind: „Das ist eine riesige Belastung für die vielen Berufstätigen, die nicht bereits um 17.00 Uhr nach Hause gehen können. Die Öffnungszeiten und die Ferienbetreuung sind aus Sicht der Familien die wichtigsten Stellschrauben, um den Alltag besser organisieren zu können. Doch dafür - und auch für die Verbesserung der Qualität - ist mehr Personal der entscheidende Faktor. Und es muss auch anständig bezahlt werden.“

Rauscher wirft der CSU vor, dass es ihr am politischen Willen mangelt, diese Probleme anzugehen. „Alle unsere Haushaltsanträge in denen wir mehr Geld für die Kinderbetreuung gefordert haben, wurden von der CSU eiskalt abgelehnt. Die Familien werden von der CSU mit ihren Alltagsproblemen allein gelassen.“ Wie hoch der Bedarf an längeren Öffnungszeiten ist, zeigt sich daran, dass 2015 die dafür vorgesehenen staatlichen Mittel bereits nach einem Vierteljahr aufgebraucht waren.

Die Umfrage enthält noch weitere Informationen über die Wünsche der bayerischen Bevölkerung in Sachen Kinderbetreuung. Die Details finden Sie hier. An der repräsentativen Befragung nahmen 1035 volljährige Personen aus Bayern teil.

 

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