SPD Ortsverein Marktl am Inn

PNP 20.05.17: Leerstandsmanagement zur Belebung nötig

Veröffentlicht am 24.05.2017 in Ortsverein

Rückblick, Ehrungen und Politik in der SPD-Hauptversammlung

Marktl. Berichte und Ehrungen sowie Gemeinde und Bundespolitik bestimmten die Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins beim Oberbräu. Ortsvorsitzender Max Baumgartner blickte auf Veranstaltungen wie zuletzt das Ostereiersuchen oder den Ortsteilspaziergang in Bergham hin.
Die Teamarbeit in der SPD-FoP-Fraktion funktioniere sehr gut und auch mit den anderen Gruppierungen arbeite man insgesamt gut zusammen, sagte er und dankte allen Mitstreitern und Helfern für die Unterstützung. Zwei zukunftsträchtige Projekte, ein Leerstandsmanagement zur Belebung des Ortskerns sowie die Aktualisierung und Neuaufstellung des Flächennutzungsplans, seien auf Initiative der eigenen Fraktion angepackt und von allen unterstützt worden, berichtete er weiter. Die Mitgliederzahl liege weiterhin bei 26 Personen.
Bürgermeister Gschwendtner berichtete von der Arbeit im Gemeinderat und bestätigte Baumgartners Aussage zur guten Zusammenarbeit in der Fraktion und im ganzen Gemeinderat. Mit einigen Daten und Zahlen untermauert, sprach er von einem wirtschaftlich guten Jahr mit erfreulichem Steueraufkommen und hohen Investitionen ohne Netto-Neuverschuldung. Er informierte über die wichtigsten Projekte und Investitionen wie Generalsanierung der Schulturnhalle mit Neubau der Hackschnitzelheizung, Kindergartensanierung und Krippenneubau, Breitbandausbau und die Wasserversorgung des Außenbereichs. Ein Problem sei, dass Marktl wegen der engen Ortsgrenzen kaum Baugrund zur Verfügung habe und Privatbesitzer wenig Interesse an einem Grundverkauf hätten.
Große Sorgen machen ihm die vielen Leerstände und die teilweise schlechte Bausubstanz im Ortskern. Leider sei die Gemeinde hier machtlos, weil alles in Privatbesitz sei. Man mache viele Vorschläge zur Sanierung, stoße aber auf wenig Interesse, wolle aber trotzdem nicht aufgeben und im Gespräch bleiben, sagte er.
SPD-Landtagsabgeordneter Günther Knoblauch machte einen kurzen Abstecher in die Bundes- und Landespolitik und forderte mehr soziale Gerechtigkeit, so etwa die Anhebung des Mindestlohns. Ein großes Anliegen ist ihm nach wie vor eine durchgängige A 94, so informierte er über den Stand der Planungen in Richtung Passau. Außerdem müsse man Probleme auf dem Land wie ärztliche Versorgung, Personennahverkehr und Breitbandausbau verstärkt anpacken, um einer Landflucht entgegenzuwirken.
SPD-Bundestagskandidatin Annette Heidrich bezeichnete die Ergebnisse der jüngsten Landtagswahlen als "große Schlappe für die SPD". Trotzdem müsse man weiter kämpfen – zumal sich 30 Prozent der Wähler erst in den letzten Tagen vor der Wahl entschieden. Wichtigste Themen und Aufgaben seien innere Sicherheit, Flüchtlingsintegration, Bildung, Stabilisierung Europas und soziale Gerechtigkeit.
Ein besonderer Dank galt vier Mitgliedern, die seit zehn Jahren aktiv mitarbeiten: Julia Heisler, Andreas Spermann, Max Gschwendtner und Bernhard Schwertfellner.
- mk

Wahlen.
Als Delegierte zur Stimmkreiskonferenz Altötting wurden Hubert Gschwendtner, Andreas Spermann und Bernhard Schwertfellner gewählt. Delegierte für den Unterbezirk sind: Hubert Gschwendtner, Max Baumgartner und Bernhard Schwertfellner. − mk

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