SPD Ortsverein Marktl am Inn

PNP 04.08.21: Miteinander reden – nicht übereinander

Veröffentlicht am 07.08.2021 in Kommunalpolitik

Spaziergang in der Streuobstwiese in Grasset: (von links) Burgkirchens SPD-Ortsvorsitzende Theresia Blaschke, Gastgeberin Andrea Westenthanner, Angelika Kölbl vom Unterbezirk Mühldorf, MdB Matthias Miersch und Annette Heidrich, Bundestagskandidatin im Wahlkreis Altötting-Mühldorf. −Foto: Spielhofer

MdB Dr. Matthias Miersch im Obstbetrieb Westenthanner – Verordnungen oft nicht durchführbar

Burgkirchen. Polit-Besuch aus der Hauptstadt hatte am Samstagnachmittag die Brennerei Westenthanner in Grasset: Bundestagsabgeordneter Dr. Matthias Miersch (SPD) war auf Stippvisite in der Region unterwegs. Er ist stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion für die Bereiche Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Tourismus.

Es war ein Verwandtenbesuch im Landkreis Mühldorf, der Matthias Miersch in die Region führte. Bei dieser Gelegenheit kontaktierte er auch die Unterbezirke Mühldorf und Altötting und Parteigenossin Annette Heidrich, hiesige SPD-Kandidatin für den Bundestag. Ein kleines Besuchsprogramm im Bereich Landwirtschaft führte zu einem Betrieb mit Stroh-Schweinehaltung in Buchbach im Landkreis Mühldorf. Dann ging es weiter in den Landkreis Altötting, nach Burgkirchen zur Brennerei Westenthanner in Begleitung von Annette Heidrich, Angelika Kölbl vom Unterbezirk Mühldorf und Burgkirchens Ortsvorsitzender Theresia Blaschke.

 

"Kein Berufsfeld ist so vielfältig wie die Landwirtschaft. Es ist schön, wenn sich die Politik für die kleinen Betriebe interessiert", sagte Andrea Westenthanner in ihrer Begrüßung. Sie stellte den Nebenerwerbsbetrieb in Grasset vor, von den Anfängen im Obstbau bis heute, vom Obst bis zum hochprozentigen Produkt. 3000 Spindelbäume und 500 Streuobstbäume liefern das Obst für die Brennerei und Vermarktung. "Seit Corona denken die Leute regionaler", ist die Feststellung der Gastgeberin. "Ist der Klimawandel spürbar", war eine Frage des Abgeordneten. Ja, es gebe keine richtigen Winter mehr, es fehlen Bodenfrost und Schmelzwasser, dies habe manchmal Schädlingsbefall zur Folge. Frostnächte im April seien am schlimmsten. Ob sie Anpassungsstrategien habe, war die nächste Frage. Ja, in der Plantage seien auch spätere Sorten, so dass immer etappenweise Obst zur Verfügung stehe, auch wenn einmal witterungsbedingt Sorten ausfallen. Zudem seien heimische Mauerbienen am Hof angesiedelt, die schon bei Niedrigtemperaturen ab zwei Plusgraden fliegen.

Bei einem Spaziergang zur Streuobstwiese kam die zunehmende Bürokratie zur Sprache, Gesetze, Verordnungen, Richtlinien. "Im Endeffekt hat man Verordnungen, die eigentlich nicht durchführbar sind", sagte Westenthanner. MdB Miersch erklärte, dass das Agrar- und Ernährungssystem geändert werden müsse und dass dies eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sei. In der "Zukunftskommission Landwirtschaft" werde versucht, die Verbände an einen Tisch zu bringen. Die Landwirtschaft müsse sich über die gesellschaftlichen Gruppen positionieren. Biologischen und Konventionellen Landwirten empfiehlt er, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Miteinander reden, nicht übereinander, sei das Motto.

Im Hinblick auf den Tourismus bedauerte Miersch, dass diese Branche durch die Pandemie völlig gebeutelt sei. In der Neuausrichtung sieht er den Fokus in der Nachhaltigkeit und Regionalität. Zum Thema Umwelt ging es um die hohen Nitratwerte im Grundwasser sowie um die Maßnahmen zur PFOA-Problematik in der regionalen Chemischen Industrie.

Nach eineinhalb Stunden guter Gespräche in lockerer Atmosphäre dankte Annette Heidrich dem Bundestagsabgeordneten für seinen Besuch. Es sei gut, wenn man die Anliegen direkt im Gespräch vorbringen könne. MdB Matthias Miersch bezeichnete den Wahlkreis Altötting-Mühldorf als spannend. Er versprach, sich für die Anliegen zu verwenden und einen Folgebesuch in der Chemischen Industrie.
rs

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