Europäische Batterieproduktion in Burghausen

Veröffentlicht am 21.04.2018 in Presse

MdL Günther Knoblauch setzt sich für Zellenfertigung im Chemiedreieck ein

Burghausen. – Die Autoindustrie ist eine der wichtigsten Branchen der deutschen Wirtschaft – und wie keine andere Branche derzeit einem grundlegenden Wandel unterworfen. Um an der Spitze der globalen Autoindustrie zu bleiben, muss Deutschland auch beim Thema E-Mobilität und damit bei der Batterieproduktion führend sein. „Das Bayerische Chemiedreieck ist als Standort für eine europäische Batteriezellenfertigung prädestiniert“, sagt der Heimatabgeordnete Günther Knoblauch (SPD). Er war deshalb schon mit der Industrie vor Ort sowie mit Vertretern der Europäischen Union im Gespräch.

 

Die deutschen Autohersteller kaufen ihre Batteriezellen heute in China oder Südkorea. Mit der Zunahme der E-Mobilität steigt damit auch die Abhängigkeit von asiatischen Lieferanten hinsichtlich Mengen, Preisen, Sicherheit, Leistung und Reichweite der Batterien.  Rund 30 Prozent des Werts eines Elektroautos macht die Batterie aus, derzeit überlässt die deutsche Autoindustrie damit ein Drittel der Wertschöpfung in diesem Bereich dem asiatischen Markt.

 

Europa braucht folglich eine eigene Batteriezellenproduktion um konkurrenzfähig zu bleiben. Das Bayerische Chemiedreieck um Burghausen biete sich dabei als Standort an, betont Knoblauch. Im Rahmen der vorhandenen Chemieinfrastruktur können Kostenvorteile bei Versorgung mit Rohstoffen, Logistik und Produktion realisiert werden. Im Chemiedreieck ist das Knowhow vorhanden, es existieren bereits einschlägige Kooperationen mit Forschungseinrichtungen und Hochschulen. Zudem ist das Chemiedreieck räumlich nah zu den großen deutschen Automobilherstellern wie BMW in München, Audi in Ingolstadt und Daimler in Stuttgart. Auch der hohe Energiebedarf für die Produktion könnte hier gedeckt werden.

Der Bau einer Batteriefabrik aber ist sehr kostenintensiv, so Knoblauch. Deshalb müsse in einem nächsten Schritt, neben der Suche nach einem geeigneten Investorenkonsortium, das Projekt industriepolitisch unterstützt werden. Günther Knoblauch fordert daher den Einsatz des Freistaates für die Ansiedlung einer Batteriefabrik im Chemiedreieck und hat sich diesbezüglich auch schon mündlich und schriftlich an die Staatsregierung gewandt. „In der Zwischenzeit haben auch die Länder Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen Aktivitäten in diese Richtung entwickelt“, warnt Knoblauch, „der Freistaat darf bei dieser Zukunftstechnologie das Feld jetzt nicht den anderen überlassen.“

 

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