SPD Ortsverein Marktl am Inn

ANA 31.03.11: Bahn und A?94: SPD-Chef neuer Fürsprecher

Veröffentlicht am 31.03.2011 in Presse

Sigmar Gabriel ist begeistert über die Stärke des Chemiedreiecks, aber entsetzt über die Infrastruktur-Situation

Burghausen. Es hatte etwas vom Hineintasten in die sprichwörtliche Höhle des Löwen. Sigmar Gabriel bei der Wacker Chemie AG. Der SPD-Chef, der lauthals einen Ausstieg aus der Kernenergie fordert und der vier Jahre lang der Bundesregierung als Umweltminister angehörte, bei dem Unternehmen, das seit Jahrzehnten um mehr Unterstützung aus Berlin kämpft und das wie kaum ein zweiter Betrieb in der Region auf günstigen Strom angewiesen ist. Friedlich blieb der Besuch trotz aller Reibungspunkte. Mehr noch: Für die Wacker-Führung bleibt die Hoffnung, dass nach der Stippvisite ein Spitzenpolitiker mehr über die Probleme der heimischen Industrie Bescheid weiß ? sonderlich bekannt scheinen sie Sigmar Gabriel im Vorfeld jedenfalls nicht gewesen zu sein.

„Das kannst Du keinem klar machen“

Besonders beim Thema zweigleisiger Bahnausbau reagierte er mit blanker Verwunderung. „Sie sind einer der größten Chemiestandorte und dennoch dauert es Jahrzehnte, um acht Kilometer Bahngleis auszubauen?“, kommentierte er die Ausführungen von Werkleiter Dr. Willi Kleine zum Thema Nadelöhr Mühldorf-Tüßling. Sowohl im Gespräch mit dem Anzeiger als auch bei der Kundgebung am Abend in Mühldorf legte Gabriel noch einmal nach. „Ich hätte mir nicht vorstellen können, dass so etwas möglich ist“, hieß es gegenüber der Heimatzeitung, und in Mühldorf: „Eigentlich müssten der Finanz- und der Wirtschaftsminister regelmäßig hierher kommen und den Unternehmen und den Menschen auf Knien danken für das, was sie hier leisten.“ Was im südostbayerischen Chemiedreieck in Sachen Infrstruktur passiert sei, „das kannst du keinem klarmachen“, so der SPD-Chef.

Abseits von Bahn- und A-94-Streitigkeiten gaben Werkleiter Kleine und Wacker-Vorstand Dr. Wilhelm Sittenthaler ihrem Ehrengast einen detaillierten Einblick in den mit rund 10?000 Mitarbeitern weltweit größten Standort der Aktiengesellschaft. Zudem stellte Kleine die Pläne zum KV-Terminal vor, mit dem der Konzern künftig noch mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern will.

Wacker präsentiert seine Produkt-Palette

Besonderes Interesse zeigte Gabriel zudem am Thema Energieversorgung. „Zehn Prozent unseres Verbrauchs gewinnen wir aus der Wasserkraft der Alz. 40 Prozent aus unserem eigenen Gas- und Dampfturbinenkraftwerk“, erläuterte Kleine in diesem Zusammenhang, ebenso, dass der Konzern im Hinblick auf den Wandel hin zu erneuerbaren Energien die Diskussion zur Neuauflage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes mit eigenen Vorschlägen unterstütze.

Um erneuerbare Energien ging es zudem in der anschließenden Präsentation zur Produktion von Polysilicium. „Polysilicium extrem hoher Reinheit ist der entscheidende Rohstoff der Photovoltaik“, so Dr. Wolfgang Storm vom Geschäftsbereich Polysilicon. Bei einer anschließenden Rundfahrt durch das Werk konnte sich Sigmar Gabriel selbst ein Bild von der Größe des Burghauser Standorts machen.
???red/ckl

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